Dafür setzen wir uns ein

Unsere Initiative verfolgt fünf zentrale Ziele:

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umfassende Aufklärung

Anerkennung des gesamten Krankheitsbildes

Förderung der Forschung

Verbesserung von Diagnostik und Versorgung

Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks

1. Aufklärung

Die Bevölkerung muss vor den möglichen Folgen der nichtinduzierten Einnahme von Fluorchinolonen geschützt werden. Bereits Betroffene müssen endlich geschützt und unterstützt werden.

Wir fordern daher:

  • Bundesweite Aufklärungskampagnen

  • Spezielle Informationskampagnen für alle Beteiligten im Gesundheits- und Sozialsystem, um Schaden von Betroffenen abzuwenden (wie bspw. die Verweigerung von Leistungen, Fehlbehandlungen etc.)

  • konsequente Umsetzung bestehender Sicherheitswarnungen

2. Anerkennung

Es ist die Aufgabe unserer Bundesregierung und des Gesundheitsministeriums, die Umsetzung der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sicherzustellen und die Versorgung der von FQAD-Betroffenen zu gewährleisten.

Dazu gehören:

  • Anerkennung der Schädigung als multisystemisches Krankheitsbild

  • Einführung eines Primär ICD-10-GM Codes für Schädigung/Syndrom durch Fluorchinolone

  • Einführung eines Primär ICD-11 Codes für Schädigung/Syndrom durch Fluorchinolone

  • Anpassung der Leitlinien hinsichtlich restriktiven und indizierten Einsatzes von Fluorchinolonen

  • Aufnahme von Schädigungen durch Fluorchinolone in die Leitlinien

3. Forschung

Betroffene finden bislang häufig nur schwer angemessene medizinische Unterstützung und stoßen mit ihren Beschwerden auf Unverständnis, da das Krankheitsbild noch zu wenig bekannt ist. Insbesondere schwer erkrankte Menschen laufen dadurch Gefahr, durch das medizinische und soziale Versorgungssystem zu fallen und mit ihren Beschwerden weitgehend allein gelassen zu werden.

Trotz zahlreicher nationaler und internationaler Warnungen ist die Forschung zu langanhaltenden Fluorchinolon-Schäden weiterhin unzureichend. Zwar liegen Studien und Übersichtsarbeiten zu einzelnen Nebenwirkungen vor, doch fehlt es insbesondere an umfassenden Untersuchungen, die das chronische multisystemische Krankheitsbild FQAD und das Zusammenspiel der verschiedenen Schädigungsmechanismen als Ganzes erfassen. Um geeignete diagnostische Verfahren und wirksame Behandlungsansätze entwickeln zu können, sind eine gezielte weitere Forschung sowie klinische Studien zu möglichen Therapien dringend erforderlich.

Wir fordern daher:

  • bessere Datenerfassung der Nebenwirkungen von Fluorchinolonen, insbesondere Erhebungen zu realen Fallzahlen, dazu gehört unabdingbar die Einführung eines Primär-ICD-Codes als Grundlage

  • gezielte Forschungsprogramme zu Fluorchinolon-Toxizität und deren Therapie

  • Forschung zu Langzeitfolgen durch Fluorchinolone

  • Einbeziehung von Betroffenen und Expert*innen

4. Diagnostik & Versorgung

In Deutschland finden bis heute fast alle Betroffenen, die durch Fluorchinolone geschädigt wurden, keine adäquate medizinische Hilfe. Ein Grund dafür ist, dass die möglichen langfristigen und systemischen Nebenwirkungen dieser Wirkstoffe in der medizinischen Praxis oft nicht oder nur wenig bekannt sind – trotz zahlreicher offizieller Sicherheitswarnungen, etwa in Form von Rote-Hand-Briefen.

So werden die meisten Nebenwirkungen selten als solche erkannt, und wenn doch, dann fehlt in der Regel das Wissen für eine adäquate oder annähernd hilfreiche medizinische Behandlung. Im Gegenteil, häufig werden die Erkrankten durch kontraindizierte Behandlungen (z.B. Gabe von Kortison, Kontrastmitteln, Schmerzmedikamenten, etc.) noch weiter geschädigt.

Diese Versorgungslücke muss dringend geschlossen werden.


Daher fordern wir:

  • Fortbildungen von Ärzt*innen hinsichtlich verantwortungsbewusstem Einsatz von Fluorchinolonen, Erkennung und Behandlung von Nebenwirkungen durch Fluorchinolone

  • Flächendeckende Einrichtungen von spezialisierten diagnostischen Zentren für FQAD bzw. Fluorchinolon Toxizität

  • Hausbesuche und Telemedizin für schwer Erkrankte

  • Übernahme von Diagnose- und Therapiekosten, wie Übernahme von Off-Label-Therapien oder ärztlich empfohlenen Nahrungsergänzungsmitteln bei fehlenden Medikamenten

  • Fortbildungen von medizinischen Gutachter*innen

  • Berücksichtigung bei sozial-/versorgungsrechtlichen Leistungen/Ansprüchen

  • Zugang zu palliativer Versorgung

  • Zugang zu Sterbehilfe, unter Berücksichtigung des Grundsatzes Versorgung vor Sterbehilfe

5. Netzwerkaufbau

FQAD braucht Sichtbarkeit, fachliche Unterstützung und verbindliche Ansprechpartner. Dafür muss ein starkes Netzwerk entstehen, das Betroffene, medizinische Fachleute, Wissenschaft, Patientenvertretungen, Politik, Behörden und Medien miteinander verbindet.

Wir fordern daher:

  • Aufbau eines bundesweiten FQAD-Netzwerks

  • Vernetzung mit Fachleuten aus Medizin, Forschung und Pharmakovigilanz

  • Zusammenarbeit mit Patientenorganisationen, Selbsthilfegruppen und politischen Akteuren

  • feste Ansprechpartner für Betroffene, Angehörige und Institutionen

  • Aufklärung mithilfe von Medien

Kontakt

Hast du Fragen, fehlt dir etwas, hast du Fehler gefunden oder möchtest du einfach ein paar nette Worte da lassen?

info [at] fqad-deutschland.de

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Aufklärung. Forschung. Anerkennung. Unterstützung.
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