
FQAD Initiative Deutschland setzt sich für die Verbesserung der Situation von Menschen ein, die durch Fluorchinolone schwerwiegende und zum Teil dauerhafte Nebenwirkungen erleiden.
FQAD Deutschland – Informationen zu Fluorchinolonen und FQAD
Gemeinsam für Aufklärung, Anerkennung und Versorgung
Über uns
Es ist soweit, wir treten aus der Hintergrundarbeit hervor!
Wir sind eine ehrenamtliche unabhängige Arbeitsgruppe und Initiative, die über die Risiken von Fluorchinolon-Antibiotika aufklärt und sich für die Belange der von Fluorchinolon-Schäden Betroffenen einsetzt.
Viele von uns sind selbst betroffen und kennen die Nebenwirkungen dieser Medikamente aus eigener Erfahrung, dementsprechend ist unsere Bestrebung, weitere Erkrankungen zu vermeiden. Darüber hinaus ist unser Ziel die Anerkennung der Erkrankung – in der Fachliteratur hat sich der Name Fluoroquinolone-Associated Disability (FQAD) durchgesetzt -, die Etablierung eines eigenständigen primären ICD-Diagnoseschlüssels und die bestmögliche medizinische Versorgung der Betroffenen.


2025
Engagement seit
Warum diese Seite?
Fluorchinolone (engl. Fluoroquinolone, kurz FQ) werden millionenfach verordnet. Viel zu oft nicht als letzte Option, wie im Großteil der Fälle empfohlen, sondern als scheinbar normales Antibiotikum. Das Schädigungspotential dieser vollsynthetischen Antibiotikagruppe, deren Wirkweise Chemotherapeutika ähnelt, wird nach wie vor heruntergespielt. Damit wurden und werden viele Menschen vermeidbaren Risiken ausgesetzt, obwohl die besonderen Gefahren dieser Wirkstoffgruppe seit Jahrzehnten bekannt sind. In Deutschland wurden Fluorchinolone immerhin mit acht Rote-Hand-Briefen versehen. In den USA gehören sie zu den Spitzenreitern aller auf dem Markt befindlichen Medikamente und stehen bei der Nebenwirkungsmeldedaten mit großem Abstand zur nächsten Medikamentenklasse auf Platz 1.
Wer nach der Einnahme schwer erkrankt, findet bis heute kaum Anlaufstellen, wenig Anerkennung und oft noch weniger gezielte Unterstützung. Manchmal reichen wenige Tabletten aus, damit Menschen beispielsweise im Rollstuhl landen, invalide oder bettlägerig werden.
Die Symptomatik kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen.
Diese Seiten sollen sichtbar machen und bündeln, was zu lange übersehen wurde: Fluorchinolon-Schäden sind real, sie können drastisch und zum Teil irreversibel Leben verändern – und die Menschen verdienen hierüber Aufklärung und die bereits Betroffenen verdienen Anerkennung und Hilfe. Wir setzen uns ehrenamtlich dafür ein, dass diese Medikamentenklasse mehr Beachtung findet, denn vielen Menschen sind die möglichen Gefahren bis heute nicht bewusst. Viele Betroffene finden erst durch eigene Recherchen einen möglichen Zusammenhang zwischen ihren plötzlich einsetzenden psychischen und körperlichen Zerfall und der Einnahme von Fluorchinolonen. Die Beschwerden können multisystemisch, schubweise und diffus auftreten, sich in unterschiedlichen Organsystemen zeigen und von wechselnden Symptomen begleitet sein. Hinzu kommen nicht selten paradoxe Reaktionen auf zum Beispiel Medikamente, Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel. All das ist uns "Gefloxten" bekannt. In den Gruppen der sozialen Medien finden sich tausende Betroffene, die händeringend nach Hilfe und Unterstützung suchen – oft unverstanden und allein gelassen.
Wir setzen uns dafür ein, dass die Problematik dieser Medikamentenklasse endlich ernst genommen wird. Mehrere Fluorchinolone beziehungsweise Chinolone wurden wegen schwerer Sicherheitsbedenken und toxischer Risiken nach ihrer Markteinführung wieder vom Markt genommen oder stark eingeschränkt, was die besondere Problematik dieser Wirkstoffgruppe deutlich macht.


12
8
0
Behandlungszentren
mögliche Betroffene jährlich laut WIdO
>40.000
60 Jahre +
Chinolone im Einsatz
Was sind Fluorchinolone?
Fluorchinolone sind eine Gruppe vollsynthetischer Antibiotika. Dazu gehören Wirkstoffe wie Ciprofloxacin, Levofloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin und Moxifloxacin – meist erkennbar an der Endung „-floxacin“.


Unsere Ziele im Fokus
Eines unserer wichtigsten Ziele ist die Etablierung eines eigenen ICD-Diagnoseschlüssels für die durch Fluorchinolone verursachte multisystemische Erkrankung. Aufgrund unserer Initiative wurde in Deutschland mit der Einführung des Sekundärcodes Y57.90! zum 1. Januar 2026 ein erster Schritt gemacht. Dieser ist aber ein sogenannter "Ausrufecode", der an bestehende Primärdiagnosen "angeheftet" werden muss und allein keine Relevanz hat.
Langfristig braucht es einen eigenständigen Primärcode, um das Ausmaß der Erkrankung sichtbar zu machen und Betroffenen eine angemessene Versorgung zu ermöglichen. In den USA wurde zum 1. Oktober 2025 ein Diagnoseschlüssel für Nebenwirkung von Fluorchinolonen (T36.Ax5) eingeführt.




Das Wichtigste: Du bist nicht allein!
Du kannst dich mit anderen Betroffenen und Interessierten vernetzen, Informationen erhalten und gegenseitige Unterstützung erfahren.
Auch deine eigenen Erfahrungen, Gedanken, Hinweise und Informationen können anderen Menschen helfen – insbesondere dabei, die Hoffnung und den Blick nach vorn nicht zu verlieren.
Gemeinsam können wir über FQAD informieren, das Thema stärker in die Öffentlichkeit bringen und dazu beitragen, andere Menschen zu schützen.
Auch du kannst dabei helfen, dieses wichtige Projekt weiter wachsen zu lassen.

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